Statement 20.04.2017

Uwe Kekeritz zur Frühjahrstagung der Weltbank

Zur Frühjahrstagung der Weltbank vom 21. bis 23. April in Washington D.C. erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

"Durch die Wahl von Donald Trump und die Gründung neuer asiatischer Entwicklungsbanken steht die Weltbank derzeit massiv unter Druck. Die Überarbeitung der Vergabekriterien der Bank gibt Grund zur Sorge, denn Umwelt- und Sozialstandards wurden stark verwässert. Die Bundesregierung als Mitglied der Weltbank muss die Menschenrechte verteidigen und die Umwelt schützen. Denn um die Weltbank zukunftsfähig aufzustellen, darf sich das Institut nicht an einem Wettlauf um die niedrigsten Standards beteiligen. Die Bundesregierung muss sich insbesondere dafür einsetzen, dass die Weltbank keine Kohleprojekte mehr fördert - weder direkt noch indirekt. Der Klimawandel ist schon jetzt Entwicklungshemmnis und Ursache für Dürren und Hunger. Es wäre pure Geldverschwendung, mit der einen Hand eine Hauptursache des Klimawandels zu fördern und mit der anderen Hand dessen Auswirkungen auf die Ärmsten bekämpfen zu wollen. Hinzu kommt, dass die Weltbank zunehmend auf Öffentlich-Private-Partnerschaften setzt und so Transparenz und Kontrolle verloren geht."

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