Statement 13.08.2017

Katrin Göring-Eckardt zum Stopp von Rettungseinsätzen im Mittelmeer durch Hilfsorganisationen

Zum Stopp von Rettungseinsätzen im Mittelmeer durch Hilfsorganisationen erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Die Einstellung der Seenotrettung durch Seaeye und Ärzte ohne Grenzen ist eine weitere beunruhigende Entwicklung für die so wichtige Arbeit der NGOs im Mittelmeer. Zehntausende Menschenleben wurden durch ihren unermüdlichen Einsatz gerettet. Dies verdient unseren Respekt und Dank.

Dass die Organisationen diese so wichtige Aufgabe überhaupt übernehmen mussten, ist vor allem dem Versäumnis der EU geschuldet, die das Programm „Mare Nostrum“ eingestellt hat.

Allein in diesem Jahr sind über 2000 Menschen im Mittelmeer vor der libyischen Küste ertrunken. Die immer weiteren massiven Einschränkungen der Arbeit der NGOs lassen befürchten, dass noch mehr Menschen im Mittelmeer ihr Leben lassen müssen.Die Bundesregierung muss gegenüber Libyen darauf drängen, dass die NGOs ihre Arbeit unbehindert fortsetzen können und dass deren Sicherheit gewährleistet wird.“

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