Statement 22.08.2017

Katrin Göring-Eckardt zur wachsenden Ungleichheit bei den Löhnen

Zur wachsenden Ungleichheit bei den Löhnen erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Viel zu vielen Menschen in Deutschland wird der soziale Aufstieg verwehrt, wenn ihnen keine gerechten Löhne gezahlt werden. Die mangelnden Chancen und die mangelnde Gerechtigkeit, die sich daraus ergeben sind Gift für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Integration und letztlich auch für die Demokratie. Bei der Lohngerechtigkeit sieht die Bilanz der Großen Koalition jenseits des Mindestlohnes karg aus. Da hilft es wenig, das Thema zum Legislaturende fordernd in den Raum zu stellen. Zu viele dringende Reformen hat die Große Koalition unterlassen oder verhindert: immer noch kein gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, immer noch kein Rückkehrrecht auf Vollzeit, Lohndumping bei der Leiharbeit, zu wenig allgemeinverbindliche Tarifverträge und eine zu hohe Belastung für Geringverdiener, so dass die Kassiererin mehr Abgaben pro verdientem Euro zahlt als der Filialleiter! Das muss sich dringend ändern. Deutschland braucht wieder eine Regierung, die den politischen Stillstand überwindet und sich als Gestaltungsmacht für soziale Gerechtigkeit versteht.“

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