Statement 03.08.2017

Katrin Göring-Eckardt zur Zunahme der Kinderarmut in Deutschland

Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende, zur Zunahme der Kinderarmut in Deutschland und den Ergebnisse der Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI):

„Die hohe Kinderarmut offenbart das Versagen der großkoalitionären Politik von Union und SPD. Es war zu erwarten, dass die ohnehin schon hohe Kinderarmut in Deutschland durch die Zuwanderung steigen wird. Denn nicht nur gegenüber der Armut verschließt die Regierung die Augen – auch ein wirksames Integrationskonzept fehlt. Das ist fatal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn Armut grenzt aus: hier geborene Kinder genauso wie Kinder, deren Eltern zugewandert sind. Es ist und bleibt ein schleichender Skandal, dass die Bundesregierung der Armutsbekämpfung keine Beachtung schenkt. Mit genügend politischem Willen könnten wir dafür sorgen, dass Kinder nicht mehr abseits stehen, sondern ihnen und ihren Familien dieselben Chancen und Perspektiven eröffnet werden, wie denen, die nicht von Armut bedroht sind.

Die Bundesregierung muss Familien mit Kindern und Alleinerziehende gezielt fördern. Dafür braucht es mehr Unterstützung bei Bildung und Ausbildung, bessere Kinderbetreuungsmöglichkeiten und finanzielle Entlastung für die Eltern, wie wir sie etwa mit dem Familienbudget vorschlagen. Damit Integration gelingt, müssen bei zugewanderten Familien die Eltern gezielt unterstützt werden: etwa durch eine zügigere Anerkennung der beruflichen Qualifikationen und durch die Förderung der Sprachkenntnisse.“

 

 

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