Statement 24.08.2017

Nicole Maisch zur Foodwatch-Studie über den Rückruf belasteter Lebensmitte

Zur heute von Foodwatch vorgestellten Studie über den Rückruf belasteter Lebensmittel erklärt Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik:

„Es ist ein Skandal, dass häufig erst viel zu spät und unzureichend informiert wird. Wir fordern seit langem eine Konkretisierung der Eigenkontroll-, Melde- und Informationspflichten der Unternehmen inklusive der vertreibenden Stellen. Notwendig ist auch eine höhere Vereinheitlichung und Vergleichbarkeit bei den amtlichen Kontrollen der Lebensmittelüberwachung, beispielsweise durch die Definition von Mindeststandards und gemeinsame Qualitätssicherungsstandards. Außerdem brauchen Behörden mehr Rechtssicherheit, um über Kontrollen zu informieren und Rückrufe anzuordnen. Diese Rechtssicherheit hatte die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag zugesagt – doch bis heute nicht umgesetzt.

Nicht zuletzt der Fipronil-Skandal hat gezeigt, dass in einem länderübergreifenden Lebensmittelskandal der Bund für schnelle und einheitliche Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen an Verbraucherinnen und Verbraucher sorgen muss. Das Informationsportal „lebensmittelwarnung.de“ des BVL muss dringend nachgebessert werden. Die Informationen müssen übersichtlicher und die Seite verbraucherfreundlicher gestaltet werden. Außerdem muss sie schneller über Rückrufe und Warnungen informieren. Dass übers Wochenende nichts eingestellt wird und Verbraucherinnen erst Tage später öffentlich informiert werden, ist nicht hinnehmbar!“

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