Statement 16.08.2017

Ulle Schauws zur Frauenquote

Zum aktuellen Bericht der Bundesregierung zur Frauenquote in Führungspositionen erklärt Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik:

"Der Bericht zeigt wieder einmal: Die Quote der Bundesregierung ist halbherzig und bringt zu wenig. Eine wirksame Quote wurde von der großen Koalition zerredet und zerrieben. Es ist bedauerlich, dass sich die Koalition nur auf eine Quote von 30 Prozent für Aufsichtsräte und nur für rund 100 Unternehmen einigen konnte. Wir wollen eine 40-Prozent-Quote für alle börsennotierten oder mitbestimmten Unternehmen, das sind dann immerhin rund 3.500. Der Bericht zeigt auch: freiwillige Zielvorgaben ohne Sanktionen reichen nicht mehr aus. Kurz vor der Bundestagswahl mit einer verpflichtenden Vorstandsquote zu drohen, wie es Ministerin Barley heute getan hat, scheint doch sehr unglaubwürdig und wahlkampftaktisch begründet. Immerhin hat die SPD in den letzten vier Jahren die Frauenministerin gestellt und hätte jederzeit aktiv werden können."

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