Statement 21.02.2017

Agnieszka Brugger zur Personalaufstockung/Bundeswehr

Zur Ankündigung der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Personalziele abermals hochzustecken, erklärt Agnieszka Brugger, Sprecherin für Sicherheitspolitik und Abrüstung:

„Das ist so typisch für Ursula von der Leyen. Ihre Etappenziele der ersten groß angekündigten Personalaufstockung hat sie verfehlt, nun schraubt sie einfach die unrealistischen Versprechen noch weiter nach oben. Probleme lassen sich doch nicht durch immer neue Ankündigungen und Schlagzeilen lösen. Grundsätzlich ist auch nichts dagegen einzuwenden, qualifiziertes Personal länger in der Bundeswehr zu halten. Diese Maßnahmen werden aber niemals genügen, um die hoch gesteckten Ziele der übereifrigen Ankündigungsministerin zu erreichen. Es gibt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels so gut wie nur eine Möglichkeit, mit der die Ministerin ihre Ziele erfüllen kann, die Absenkung der Anforderungen. Es braucht aber Menschen mit der entsprechenden Qualifikation, hohem Reflektionsvermögen und Verantwortungsgefühl und nicht jeden Beliebigen, nur damit die Ministerin am Ende Erfolg vermelden kann. Statt dauernd leere Versprechen nach mehr Personal zu geben, braucht es klare Prioritäten, Entbürokratisierung und eine Reduzierung der Aufträge.“

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