Statement 01.02.2017

Beate Müller-Gemmeke und Ulle Schauws zu DIW-Studie/Rentenunterschiede

Zur neusten Studie des DIW zur Höhe der Renten von Frauen und Männern erklären Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmer/innenrechte, und Ulle Schauws, Sprecherin für Frauenpolitik:

„Die Studie macht deutlich, dass vor allem Frauen von Altersarmut bedroht sind. Die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern ist mit 42 Prozent beängstigend hoch – und schuld an den niedrigeren Renten sind auch die niedrigeren Löhne, selbst bei gleicher Arbeit. Wenn Frauen nicht in die Altersarmut gedrängt werden sollen, muss die Bundesregierung endlich Lohngerechtigkeit herstellen. Der jetzige Gesetzesentwurf der Regierung tut das nicht. Er stellt nur zum Teil mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern her und auch nur bei Betrieben mit über 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Einen klaren und eindeutigen Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit bekommen Frauen mit ihm aber nicht.“

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