Statement 31.01.2017

Franziska Brantner zur öffentlichen Anhörung zu Kindesmissbrauch

Zur öffentlichen Anhörung von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs erklärt Franziska Brantner, Sprecherin für Kinder- und Familienpolitik:

"Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs müssen mehr Aufmerksamkeit und Hilfe bekommen. Heute kamen erstmals Opfer öffentlich zu Wort. Das ist ein wichtiger Schritt. Zuhören alleine hilft aber nicht: Zu Recht nennt es Herr Rörig ein Trauerspiel, dass die Große Koalition ihre Ankündigungen noch nicht umgesetzt und das soziale Entschädigungsrecht sowie das Opferentschädigungsgesetz reformiert hat. Zwingend nötig ist es auch, ausreichend Geld für den Bund-Länder-Hilfsfonds zur Unterstützung von Missbrauchsopfern, etwa durch Therapien, vorzuhalten. Schließlich gilt es sicherzustellen, dass die Arbeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs über das Jahr 2019 hinaus gewährleistet wird."

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