Statement 14.07.2017

Katja Dörner zu Arbeitszeitkonten für Familien

Zur Forderung der Union nach Arbeitszeitkonten für Familien erklärt Katja Dörner, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende:

"Es ist mehr als durchsichtig, wenn im Wahlkampf aus Teilen der Union nun zeitpolitische Maßnahmen vorgeschlagen werden, nachdem alle Vorschläge, um Familien mehr Zeit zu geben, in den letzten Jahren von der Union im Bundestag blockiert worden sind. Zu behaupten, Familienarbeitszeitkonten nach der Wahl einführen zu wollen, wenn im Wahlprogramm lediglich von einem Prüfauftrag gesprochen wird, ist zudem höchst unseriös. Schließlich haben wir gerade erst beim Rückkehrrecht auf Vollzeit erleben dürfen, wie schnell die Union gegenüber den Arbeitgebern einknickt. Mit unserer grünen KinderZeit Plus liegt ein Vorschlag auf den Tisch, der – im Gegensatz zu den Familien- und Lebensarbeitszeitkonten – schnell und unkompliziert umsetzbar ist. Insgesamt 24 Monate lang finanzielle Leistung, jeweils acht Monate für beide Elternteile und weitere acht aufteilbar zwischen den beiden oder 24 Monate komplett für Alleinerziehende, auch über das erste Lebensjahr des Kindes hinaus. Flexibel ohne enges Stundenkorsett. Damit bekämen Familien tatsächlich mehr individuelle Freiheit."

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