Statement 20.07.2017

Peter Meiwald ein Jahr Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten

Zu einem Jahr Rücknahmeverpflichtung von Elektroaltgeräten und der vielerorts schlechten Umsetzung im Handel erklärt Peter Meiwald, Sprecher für Umweltpolitik:

„Das einfache Prinzip, dass Verbrauchern die Möglichkeit gegeben wird, ihre kaputten Geräte direkt bei den verantwortlichen Händlern zurückzugeben, ist nach einem Jahr Elektro- und Elektronikgesetz immer noch nicht praxisfest. Die Rücknahme ist bisher ein Flop – dabei wäre ein funktionierendes System so wichtig, um kostbare Ressourcen zu schonen.

Recycling ist für zu viele Händler noch immer ein Fremdwort und die Verbraucher werden in vielen Geschäften oder beim Online-Handel immer noch nicht gut genug über die mögliche Rücknahme informiert. Schlimmer noch: In nicht wenigen Geschäften werden die Verbraucher sogar abgewimmelt, wie auch die Tests der Deutschen Umwelthilfe jetzt gezeigt haben.

Außerdem schont die Regierung Merkel die Discounter und setzt europäische Vorgaben nicht um. Das ist nicht nachvollziehbar, denn statt – wie von der Europäischen Union vorgesehen – mehr und einfachere Rückgabemöglichkeiten zu schaffen, wurde vor einem Jahr eine künstliche Grenze durchgesetzt. Nur riesige Elektrofachhandelsgeschäfte müssen Kleingeräte kostenlos zurücknehmen. Discounter mit ihrem begrenzten Angebot jedoch nicht. Es steht also gar nicht der Ressourcenschutz im Vordergrund, sondern ein kurzfristiger Marktvorteil, den die Bundesregierung zu Lasten von Umwelt und Verbrauchern weiten Teilen des Handels gewährt.“

4404025