Statement 02.03.2017

Katrin Göring-Eckardt zum Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes

Zum Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

„Armut in Deutschland lässt sich trotz hohem Wohlstand nicht wegdiskutieren - unter der Oberfläche guter Eckdaten gibt es besorgniserregende Entwicklungen. Es ist ein Skandal, dass in einem so reichen Land die Kinderarmut so wenig Aufmerksamkeit erhält und die Armut von Alleinerziehenden in den letzten 10 Jahren noch deutlich angewachsen ist. Kinder in Familien mit niedrigem Einkommen müssen das erhalten können, was sie für gleiche Chancen in dieser Gesellschaft brauchen. Wir fordern dafür faire Regelsätze, einen Kindergeld-Bonus und eine Kindergrundsicherung. Dringend muss auch etwas auf dem Wohnungsmarkt passieren - wir brauchen neuen Wohnraum und Mieten, die erschwinglich bleiben. Die Koalition hat auch deutlich zu wenig gegen Altersarmut getan, insbesondere für Frauen, Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und unterbrochenen Erwerbsbiographien. Wir fordern eine Garantierente, die Altersarmut verhindert.“

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