Statement 10.05.2017

Tabea Rößner zur Bertelsmann-Studie/Glasfaser-Ausbau

Zur Bertelsmann-Studie zum Glasfaser-Ausbau in Deutschland erklärt Tabea Rößner, Sprecherin für Digitale Infrastruktur:

"Dass Deutschland als führende Industrienation im OECD-Vergleich nur Platz 28 von 32 belegt, ist erbärmlich. Damit wird deutlich, dass Deutschland international den Anschluss verpasst und nicht gut für die Herausforderungen der Zukunft aufgestellt ist. Die Bundesregierung muss jetzt endlich den Breitbandausbau auf zukunftsfähige Füße stellen. Andernfalls droht Deutschland innerhalb Europas die digitale Wüste. 

Statt neue Monopole zu schaffen, muss für fairen Wettbewerb gesorgt werden, und dort, wo der Markt versagt, muss der Ausbau in eine nachhaltige Infrastruktur gezielt gefördert werden. Deshalb fordern wir den Verkauf der staatlichen Telekomanteile, um erstens ordnungspolitisch die notwendige Trennung zu vollziehen und zweitens mit den Erlösen den Glasfaserausbau entschieden voranzutreiben. Wir wollen die Kommunen darin unterstützen, selbst in die digitale Infrastruktur zu investieren und diese dann an Netzbetreiber zu verpachten."

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