Statement 22.11.2017

Manuel Sarrazin zur Verurteilung von Ratko Mladic

Zur Verurteilung von Ratko Mladić durch den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien erklärt Manuel Sarrazin MdB:

„Das heutige Urteil ist kein Schlusskapitel für die monströsen Verbrechen während der Balkankriege Ende des 20. Jahrhunderts. Es schafft noch keine Versöhnung – es schafft ein Stück weit Gerechtigkeit. Viel zu lange war der Kriegsverbrecher Ratko Mladic auf freiem Fuß und lang war der Weg bis zu seiner Verurteilung. Es ist sehr schwer erträglich, dass Mladic selbst im Gerichtssaal noch immer seine Opfer und ihre Angehörigen verhöhnt. Das heutige Urteil mahnt auch, dass wir mit den Bemühungen zur EU-Integration der Westbalkanstaaten nicht nachlassen dürfen. Ohne einen demokratischen und rechtsstaatlichen Wandel wird es in der Westbalkanregion weder Frieden noch dauerhafte Stabilität geben.“

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