Statement 12.10.2017

Irene Mihalic und Konstantin von Notz zum Abschlussbericht zum Fall Amri

Zu der Vorstellung des Abschlussberichts des Sonderermittlers Jost zum Fall Amri erklären Irene Mihalic MdB und Konstantin von Notz MdB:

Auch nach der Vorstellung des Abschlussberichts des Sonderermittlers des Berliner Senats zeigt sich, dass nach wie vor wesentliche Fragen und insbesondere die Rolle von Bundesbehörden im Fall Amri ungeklärt sind. Die Frage, warum das BKA die Fingerabdrücke Amris nicht zur Identifikation an Tunesien weitergeleitet hat, steht genauso im Raum wie seine Rolle als Kontaktperson für Abu Walaa. Die vielen offenen Fragen und die Verantwortlichkeit von Bundesbehörden müssen aufgeklärt werden. Eine sofortige und lückenlose Aufklärung ist unabdingbar. In der Übergangssituation vier Wochen nach der Bundestagswahl ist nun die geschäftsführende Bundesregierung und insbesondere Innenminister De Maizière gefordert, die Aufklärung voranzutreiben. Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass der Anschlag hätte verhindert werden können.

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