Statement 18.09.2017

Anton Hofreiter zum Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für E-Autos

Zu den aktuellen Zahlen des BDEW zum Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur für E-Autos in Deutschland erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

"Um E-Autos auf die Überholspur zu bringen, bleibt viel zu tun – auch bei des Ladesäulen. Das Netz an Stromtankstellen ist nach wie vor ein großer Flickenteppich. Das geht auf die Kappe vom Fossilen-Minister Dobrindt. Die nächste Bundesregierung muss endlich Verantwortung übernehmen und eine ernsthafte Politik für E-Mobilität, mutig und aus einem Guss machen. Es braucht eine durchdachte Förderrichtlinie des Bundes für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur, denn gerade im ländlichen Raum, wo die Menschen aufs Auto angewiesen sind, muss die die Elektromobilität bewähren. Über Standorte und Kapazitäten sollte zentral entschieden werden, nicht wettbewerbsbedingt. Das Ladenetz muss einheitliche Preise sichern. Auf keinen Fall dürfen Infrastrukturkosten oder verdeckte Parkgebühren auf die Strompreise oben draufgeschlagen werden. Das Ladenetz braucht einheitliche Regeln, insbesondere Steckersysteme sowie einheitliche, leicht verständliche Bedienung. Darüber hinaus muss auch das Wohnungseigentumsgesetz angepasst werden, sodass Mieter ein Recht auf Lademöglichkeiten durchsetzen können. Auch Gemeinden brauchen bessere Instrumente im Baurecht, um den Aufbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben: im öffentlichen Raum, am Arbeitsplatz, an Einkaufs- und Freizeitstätten."

4404357