Statement 13.09.2017

Uwe Kekeritz zur vom BMZ in Auftrag gegebenen Studie zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika

Zur vom BMZ in Auftrag gegebenen Studie zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika erklärt Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik:

„Minister Müller hatte vier Jahre Zeit, um sich Gedanken über die Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika zu machen. Die jetzt vorgelegte Studie nutzt er wieder einmal für warme Worte. Konkrete Maßnahmen sind nicht zu erwarten. Leider zeigen die letzten Jahre: die Bundesregierung unterstützt durch Grenzmanagementmaßnahmen eher Diktatoren als Rechtsstaatlichkeit. Statt fairen Handelsbeziehungen zwingt sie afrikanische Staaten zu Unterzeichnung ungerechter Handelsverträge und verramscht die hochsubventionierte landwirtschaftliche Überproduktion zu Dumpingpreisen auf dem Weltmarkt. Unter dem Vorwand Fluchtursachen bekämpfen unterstützt die Bundesregierung vor allem den Bau von Mauern und Zäunen und versucht lukrative Geschäfte für die deutsche Exportindustrie zu ermöglichen. Es braucht endlich eine Partnerschaft auf Augenhöhe, die die Interessen Afrikas ernst nimmt und nicht die Durchsetzung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen der Bundesregierung zum Ziel hat.“

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