Statement 18.04.2018

Beate Walter-Rosenheimer zum Berufsbildungsbericht

Zum heute im Kabinett beschlossenen Berufsbildungsbericht erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung:

„Das Stückwerk des Koalitionsvertrags reicht nicht aus, um die berufliche Bildung dauerhaft attraktiver zu machen. Ankündigungen alleine bringen keinen Jugendlichen in Ausbildung. Nur mit einer Ausbildungsgarantie können alle Talente gefördert und der Wirtschaft Fachkräfte gesichert werden. Diese Ausbildungsgarantie muss auch für Geflüchtete gelten. Es ist eine klare Absage an mehr Bildungsgerechtigkeit, dass im Koalitionsvertrag davon keine Rede ist.

Damit alle Jugendlichen den Sprung in den Betrieb schaffen, muss die Bundesregierung aus dem Maßnahmenchaos am Übergang von der Schule in den Beruf eine Aufstiegsleiter zum Ausbildungserfolg bauen. Dazu gehören frühe Berufsorientierung und gut ausgestatte Jugendberufsagenturen. Gute Beratung ist das beste Mittel gegen Ausbildungsabbrüche. Außerdem muss der Bund endlich in die beruflichen Schulen investieren, damit sie die Herausforderungen der Digitalisierung und der Einwanderungsgesellschaft bewältigen können. Das Kooperationsverbot hat das bisher verhindert.

Die angekündigten Nachbesserungen beim Meister-BAföG schaffen keine echte Gleichwertigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Viele Menschen werden weiterhin von Qualifizierung ausgeschlossen bleiben. Aus dem Meister-BAföG muss ein umfassendes Gesetz für lebensbegleitendes Lernen werden, das allen Menschen Aufstieg durch Bildung ermöglicht.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher