Statement 15.04.2018

Claudia Müller zu den Klimaschutzbeschlüssen der internationalen Schifffahrtsorganisation IMO

Zu den Klimaschutzbeschlüssen der internationale Schifffahrtsorganisation IMO erklärt Claudia Müller, Sprecherin für maritime Wirtschaft:

„Erstmals verbindliche Ziele zur Absenkung der klimaschädlichen Treibhausgase sind ein Durchbruch. Um aber die Pariser Klimaziele zu erreichen, brauchen wir mindestens eine 70-prozentige Reduktion aller Treibhausgase in der Schifffahrt bis 2050. Diese Reduktion ist bereits mit jetzigen technischen Standards erreichbar. Leider haben sich die Teilnehmer auf das völlig unambitionierte Ziel von nur 50 Prozent geeinigt. Das reicht nicht! Die EU, deren Vertreterin für das 70-Prozent-Ziel gekämpft hat, muss nun in ihrem eigenen Raum entsprechende, für alle Regionen verbindliche Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase in der Schifffahrt einführen. Ursprünglich sollte auf der Konferenz auch ein Beschluss zum Verbot von Schweröl in den arktischen Gewässern herbeigeführt werden, so wie es bereits für die antarktischen Gewässer gilt. Davon ist leider nichts mehr zu hören. Die Konferenz bot die Chance, einen echten Fortschritt in Sachen Klima- und Umweltschutz in der Schifffahrt zu erzielen. Leider wurde sie nicht vollends genutzt.“

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