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Statement 10.04.2018

Friedrich Ostendorff zu Schnabelkürzungen und Kükentötungen in einer deutschen Brüterei

Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik, zur WISO-Reportage über Schnabelkürzungen und Kükentötungen in einer deutschen Brüterei (WISO am 9.4.2018):

„Im Jahr 2015 hat das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit der Geflügelwirtschaft eine Vereinbarung getroffen, nach der ab dem 1. August 2016 keine Schnäbelkürzungen mehr erfolgen sollten. Nun zeigt sich, dass diese Vereinbarung nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt ist. Statt wirkungsloser freiwilligen Selbstverpflichtungen braucht es gesetzliche Regelungen, damit das Politikversagen in der Landwirtschaft ein Ende hat, das in den vergangenen Jahrzehnten zu einem ungeheuren Maß an Ausbeutung von Tier, Mensch und Umwelt geführt hat.

Das Töten weiblicher Küken ist verboten und muss geahndet werden. Doch skandalös ist doch, dass das Töten von Millionen männlicher Küken völlig legal bleibt. Ein Tierschutzgesetz, welches das Töten gesunder Tiere aus wirtschaftlichen Gründen erlaubt, verdient seinen Namen nicht und muss überarbeitet werden. Der Schutz der Tiere ist im Grundgesetz verankert und muss durch politische Rahmenbedingungen durchgesetzt werden. Ministerin Klöckner muss den Kuschelkurs der Unionsparteien mit der Agrarindustrie endlich beenden.“