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Statement 23.04.2018

Renate Künast zum Jahrestag der Rana-Plaza-Katastrophe und der Verantwortung des Textilmarktes

Zum morgigen Jahrestag der Rana-Plaza-Katastrophe und der Verantwortung des Textilmarktes erklärt Renate Künast MdB:

"Fünf Jahre nach dem Unglück von Rana Plaza hat sich in der globalen Textilproduktion kaum etwas geändert. Noch immer wird weltweit Mode angeboten, die ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt produziert wurde. Und das nicht nur in Asien, sondern auch hier in Europa, beispielsweise in Prato/Italien, aber auch in Serbien und der Ukraine.

In Deutschland tritt das vier Jahre alte Textilbündnis von Minister Müller auf der Stelle: freiwillige Bündnisse arbeiten gerne im Schneckentempo! Deshalb brauchen wir endlich eine europäische Transparenz-Richtlinie: Textilunternehmen, die auf dem europäischen Markt Kleidung anbieten, müssen dafür sorgen, dass sie in ihrer Produktions- und Lieferkette nur Verträge abschließen mit denen, die ILO-Arbeitsnormen sowie international anerkannte Menschenrechts- und Umweltabkommen einhalten. Denn nur wenn Druck in‘s Spiel kommt, wird sich endlich  bei den Unternehmen und in den Produktionsländern etwas ändern! Rana Plaza hat vor allem die öffentliche Debatte verändert, nicht aber die Realität."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher