Statement 15.02.2018

Friedrich Ostendorff zu den Verstößen gegen die Tierschutz-Schlachtverordnung in einem Rinderschlachthof

Zu den aktuellen Enthüllungen über Verstöße gegen die Tierschutz-Schlachtverordnung in einem Rinderschlachthof in Tauberbischofsheim erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

 „Nach der Tierschutzschlachtverordnung müssen Tiere unter Vermeidung von Schmerzen oder Leiden in einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs- und Wahrnehmungslosigkeit versetzt werden. Die Bilder aus dem Schlachthof in Tauberbischofsheim zeigen jedoch, wie Rinder brutal malträtiert und unzureichend betäubt an den Haken gehängt werden. Das ist illegal, widerwärtig und grausam. Wir müssen für einen ordentlichen Vollzug unserer Tierschutzgesetze sorgen, sonst ist der Gesetzgeber nichts weiter als ein zahnloser Papiertiger.

 Um Rinder ordnungsgemäß, vollständig und tierschutzgerecht zu betäuben, muss sowohl die Technik als auch die Sachkunde der Arbeiter einwandfrei sein. Beides scheint zu oft nicht der Fall zu sein. Es ist erst wenige Wochen her, dass wir ähnliche Bilder aus einem anderen Rinderschlachthof gesehen haben.

 Es ist unwürdig, Lebewesen so grausam zu behandeln. Und wenn die bestehenden Regelungen und Kontrollen nicht ausreichen, muss nachgebessert werden. Wir fordern die Bundesregierung auf, für das Betäuben und Töten von Wirbeltieren eine maximal zulässige Tierzahl pro Stunde festzulegen. Die Voraussetzungen für die Kontrollen an den Schlachthöfe muss gemeinsam mit den Bundesländern verbessert werden.“

 Den Beitrag, der die Missstände im Rinderschlachthof in Tauberbischofsheim aufdeckt, finden Sie hier.