Statement 02.01.2018

Katrin Göring-Eckardt zum Pflegenotstand und der Forderung der Stiftung Patientenschutz

Zum Pflegenotstand und der Forderung der Stiftung Patientenschutz erklärt Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende:

 „Pflegen ist einer der härtesten Jobs. Wir haben einen Riesenrespekt vor allen, die ihr Berufsleben der Fürsorge für kranke oder ältere Menschen widmen. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, emotional herausfordernd und vor allem zu schlecht bezahlt. Pflegekräfte verdienen mehr: Mehr Anerkennung, mehr Unterstützung, mehr Gehalt.

Den Pflege-Notstand hat die letzte Koalition jahrelang ignoriert. Nun werden die vielen Pflegerinnen und Pfleger weiter hingehalten. Das Parlament sollte so schnell wie möglich ein ‚Sofortprogramm Pflege‘ beschließen und nicht länger Zeit verstreichen lassen. Deshalb werden wir Grünen gleich in der ersten Sitzungswoche des Jahres zwei Anträge in den Deutschen Bundestag einbringen. Wir hoffen, dafür eine Mehrheit zu finden, nur so können wir den Pflegenotstand beenden, den es vielerorts gibt.

Mit dem Sofortprogramm wollen wir für 25.000 zusätzliche Pflegekräfte jährlich in den Krankenhäusern sorgen. Damit wäre gewährleistet, dass keine Pflegekraft auf einer Station nachts alleine ist. Es braucht verbindliche Vorgaben, für wie viele Patientinnen und Patienten eine Pflegekraft zuständig sein soll. Und zwar nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten. Darum wollen wir mit dem ‚Sofortprogramm Pflege‘ auch für mehr Pflegekräfte in der Altenpflege sorgen.“

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