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Statement 05.07.2018

Friedrich Ostendorff zu Verbände-Forderungen für ein staatliches Tierwohllabel

Zu den heute veröffentlichten Forderungen mehrerer Verbände hinsichtlich des staatlichen Tierwohllabels erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:

"Mit ihrem freiwilligen Label für Fleisch wird die Ministerin nicht für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der allermeisten Schweine sorgen. Das Landwirtschaftsministerium glaubt selbst nur an eine Marktdurchdringung von 20 Prozent. Das ist viel zu wenig. Außerdem müssen die Kriterien eine spürbare Verbesserung für die Tiere bewirken. Ich bezweifle, dass sich die Ministerin in diesem Punkt gegen die Agrarindustrie behaupten wird. Einem 100 kg-Mastschwein statt 0,75 m² nur 10 Prozent zusätzlichen Platz zu gewähren, etwas mehr als ein Löschblatt, und dies als Tierwohl zu kennzeichnen, ist schamlose Verbrauchertäuschung.

Es fehlt eine klare politische Zielsetzung, wie die Tierhaltung in Deutschland in 10 oder 20 Jahren aussehen soll. Ein freiwilliges Kennzeichen ist völlig unzureichend, um die Herausforderungen der Zukunft zu gestalten. Um dieses politische Vakuum zu füllen, ist der Lebensmitteleinzelhandel mit seinen Initiativen zur Fleischkennzeichnung vorgeprescht. Tierwohlkennzeichen ist als Begriff eine werbestrategische Mogelpackung. Wenn der gesetzliche Standard gekennzeichnet wird, hat das mit „Tierwohl“ ebenso wenig zu tun wie Zitronenfalter mit dem Falten von Zitronen. Wir fordern Ministerin Klöckner auf, dem Drängen der Verbraucher, des Bauernverbands und des Lebensmitteleinzelhandels nachzugeben und eine klare, verpflichtende Haltungskennzeichnung wie bei den Eiern einzuführen. Nägel mit Köpfen statt Murks ohne Ende.“

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher