Statement 08.03.2018

Markus Kurth zur Studie der Bertelsmann-Stiftung zum demographischen Wandel

Zur Studie der Bertelsmann-Stiftung zu zunehmenden Ängsten im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel erklärt Markus Kurth, Sprecher für Rentenpolitik:

„Viele Menschen haben leider allen Grund, sich vor Armut im Alter zu ängstigen: Ab 2025 droht das Rentenniveau zu sinken. Niedrige Löhne, Arbeitslosigkeit und Krankheit führen bei immer mehr Personen zu einer geringen Rente. Beim Renteneintritt mit 67 kommen längst nicht alle mit. Doch das alles ist kein Schicksalsschlag, dem tatenlos zugeschaut werden muss. Der Gesetzgeber hat das Heft des Handelns in der Hand. Der Kampf gegen prekäre Beschäftigung und für ordentliche Löhne erhöht die Fähigkeit, ausreichende Beiträge zur Rentenversicherung zu entrichten. Eine Steuerfinanzierung der Mütterrente und eine Erhöhung der Beschäftigung von Frauen etwa stabilisieren das Rentenniveau. Eine Garantierente schützt langjährig Versicherte vor Altersarmut. Für Personen, die das Rentenalter 67 nicht erreichen können, brauchen wir eine abschlagsfreie Teilrente.“