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Statement 02.05.2018

Harald Ebner und Steffi Lemke zum Aktionsprogramm Insektenschutz

Zum heute vorgestellten Aktionsprogramm Insektenschutz finden Sie nachfolgend Statements von Harald Ebner und Steffi Lemke.

Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:
„Es war überfällig, dass die Bundesregierung das Insektensterben endlich anerkennt und ernst nimmt. Naturschützer warnen seit Jahren vor dem dramatischen Rückgang von 75 Prozent der Insektenbiomasse. Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung diese Zahl endlich anerkennt und Gegenmaßnahmen verspricht. Diese notwendigen Maßnahmen bleiben im Eckpunktepapier der Bundesumweltministerin aber so vage, dass unklar bleibt, ob das Programm zum Insektenschutz oder zum Aussitzen des Problems beitragen wird. Am Dringendsten bedarf es einer Agrarwende: Weg von Gift auf dem Acker, weg von leer geräumten Agrarlandschaften und Hin zu einer engagierten Naturschutzpolitik mit konkreten Maßnahmen zur Förderung von Artenreichtum und besserer Finanzierung des Naturschutzes.“

 Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik und Bioökonomiepolitik:
„Die Bundesregierung verabschiedet sich schon jetzt vom versprochenen Glyphosat-Ausstieg in dieser Legislaturperiode. Offenbar um keinen Ärger mit ihrer Agrar-Kollegin Klöckner zu bekommen, verzichtet Umweltministerin Schulze in ihrem Insektenschutzprogramm von vornherein auf diese Forderung. Zentrale Ursachen für das Insektensterben liegen in der Landwirtschaft. Doch das ist leider nicht die Baustelle von Svenja Schulze, sondern die von Julia Klöckner. Wer ernsthaft pestizidarme und strukturreiche Landwirtschaft fördern will, muss sich in Brüssel für eine entsprechende EU-Agrarpolitik einsetzen. Ohne einen grundlegenden Kurswechsel weg von einer pestizidbasierten hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft werden alle Aktionsprogramme Flickwerk bleiben.“

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher