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Statement 19.05.2018

Sven Lehmann zu "Dritte Option" für Intersexuelle

Zu Berichten über Uneinigkeit innerhalb der Bundesregierung zur Umsetzung des Bundesverfassungsgerichtsurteils von 2017 zur "Dritten Option" erklärt Sven Lehmann, Sprecher für Queerpolitik:

 "Die Ministerinnen Barley und Giffey haben unsere Unterstützung, wenn sie sich gegen Seehofers Schmalspur-Lösung stellen. Die Umsetzung der Dritten Option darf keine neuen Diskriminierungen mit sich bringen. Intersexuelle sind nicht einfach "anders" oder "weitere", sondern haben das Recht auf einen positiven Geschlechtseintrag jenseits von männlich und weiblich. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hat aber eine größere Bedeutung für die geschlechtliche Selbstbestimmung insgesamt. Geschlechtsoperationen und Hormonbehandlungen an Säuglingen sind leider traurige Realität in Deutschland und ein Eingriff in die Selbstbestimmung. Das jetzige Transsexuellengesetz ist eine einzige Menschenrechtsverletzung. Denn es zwingt Menschen, sich als psychisch krank begutachten zu lassen, um ihr Geschlecht an ihre Identität angleichen zu können. Die Verfahren dazu sind entwürdigend und bürokratisch. Eine große Lösung durch ein Gesetz zur Anerkennung der selbst bestimmten Geschlechtsidentität wäre dringend geboten."