Statement vom 19.09.2018

Annalena Baerbock zur Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung

Zu dem heute im Bundeskabinett verabschiedeten Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung erklärt Annalena Baerbock, Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

"Wo Qualität drauf steht, muss auch Qualität drin sein. Doch dies erfüllt das geplante Kita-Qualitätsgesetz nicht. Ein gutes Kita-Qualitätsgesetz braucht klare Qualitätsstandards und Zielvorgaben. Mit zeitlich befristeten Geldgeschenken per Gießkanne schafft man keine verlässliche Qualität. Um nicht nur auf dem Papier sondern in den Kitas für mehr Qualität zu sorgen, sind bundesweit einheitliche Qualitätsstandards und eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der frühkindlichen Bildung notwendig, denn Kinder und Eltern müssen sich auf eine hochwertige Kindertagesbetreuung verlassen können, egal in welchem Bundesland sie leben. Die dafür notwendigen Vorgaben für einen fachlich notwendigen Betreuungsschlüssel von maximal 1:3 für Unter-Dreijährige und maximal 1:10 für Ältere, ebenso die dafür notwendigen langfristigen, finanziell abgesicherten Maßnahmen zur Gewinnung von Erzieherinnen und Erziehern fehlen jedoch im Gesetz."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher