Statement vom 13.05.2020

Anton Hofreiter zu Äußerungen von Julia Klöckner zur Fleischwirtschaft

Zu den Äußerungen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner zur Fleischwirtschaft erklärt der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter:

„Von einer Bundesministerin erwarte ich, dass sie sich nicht einfach aus der Verantwortung stiehlt. Die Probleme in der Fleischindustrie sind seit Jahren bekannt, doch noch immer wird von der zuständigen Ministerin nichts dagegen getan. Stattdessen fordert Julia Klöckner jetzt die Fleischindustrie auf, selbst Konzepte zur Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zu entwickeln und macht damit den Bock zum Gärtner.

Die Arbeitsbedingungen in den Fleischfabriken sind miserabel. Um die Beschäftigten zu schützen und die weitere Ausbreitung des Virus zu bremsen, muss jetzt umfassend getestet und kontrolliert werden. Es braucht bessere Unterkünfte und Hygienebedingungen. Auch mit der Anstellung der Kernbelegschaft über Werkverträge und der häufigen Umgehung des Mindestlohns muss Schluss sein. Eine solche Ausbeutung im 21. Jahrhundert, zumal in einem hochentwickelten Industrieland wie Deutschland ist nicht hinnehmbar.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher