Statement vom 03.02.2021

Anton Hofreiter zu Klima- und Energiezielen der Bundesregierung

„Die Bundesregierung hat immer noch nicht begriffen, wie tief die Klimakrise ist und dass schnelles Handeln notwendig ist. Man denke nur an den Umgang mit dem Bereich Mobilität. Wir brauchen sowohl für die Rettung unserer Autoindustrie als auch aus Klimaschutzgründen eine zügige Entscheidung, dass Elektromobilität die Zukunft in diesem Sektor ist. Dazu braucht es einen schnellen Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur und nicht ein verdruckstes Rumhantieren mit der Kraftstoffstrategie. Die Klimakrise ist so tief, dass wir alle Technologien brauchen, aber jede Technologie dort, wo sie am erfolgreichsten und effizientesten ist. Wir brauchen synthetische Kraftstoffe – aber für Flugzeuge. Und wenn die Umweltministerin sich dafür feiern lässt, dass sie in neun Jahren gerade mal zwei Prozent Kraftstoff aus Ökostrom für Flugzeuge als Erfolg darstellt, hat man den Eindruck, die Umweltministerin hat nicht begriffen, was die Stunde geschlagen hat. Da kann man nur sagen, es braucht deutlich mehr. Was auch notwendig ist, ist ein zügiges Verbot des Einsatzes von Palmöl, denn die Klimakrise ist so tief, dass wir uns nicht mehr leisten können, Palmöl, das gewonnen wird aus der Zerstörung von Regenwäldern, in Fahrzeugen zu verbrennen.

Auch Herr Altmaier wirft Nebelkerzen und verschleiert seine Sabotagearbeit. Er sorgt dafür, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien immer weiter einbricht. Wir haben einen Negativrekord nach dem anderen beim Ausbau der Windkraft. Klimaschutz bedeute, fossile Energien durch saubere Energie zu ersetzen. Konkret: Werden Windkraftanlagen aufgestellt, ja oder nein? Herr Altmaier sabotiert die erneuerbaren Energien und gefährdet damit auch den Industriestandort Deutschland. Die Union muss endlich ihre Technikfeindlichkeit ablegen bei den sauberen Energien, denn mit dieser Technikfeindlichkeit gefährdet die Union sowohl die Chemieindustrie als auch die Stahl- und Autoindustrie - und das sind zentrale Industrien für Deutschland an.“