Statement vom 03.12.2020

Anton Hofreiter zum Aufbau der Ladesäuleninfrastruktur

Ladesäuleninfrstruktur

Zum Spitzengespräch zur Ladesäuleninfrastruktur für E-Autos erklärt der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter:

„Regierung und Industrie müssen vom Reden endlich ins Handeln kommen. Einen Masterplan zum Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur in Deutschland gibt es seit über einem Jahr, doch die Umsetzung klemmt noch immer. Die dringend nötige Überarbeitung der Ladesäulenverordnung, die einheitliche Bezahlstandards festsetzen könnte, kommt nur mit Trippelschritten voran. Die eigentlich für dieses Jahr versprochene Ausschreibung für ein bundesweites Schnellladenetz verschleppt die Bundesregierung ins nächste Jahr. Öffentliche Ladestellen für Lkw sind nach wie vor Mangelware. Das erklärte Ziel der Bundesregierung von einer Million öffentlichen Ladepunkten bis 2030 bleibt so in weite Ferne. Mit dieser Politik bremst die Bundesregierung den schnellen Ausbau der Elektromobilität aus.

Wir Grüne wollen das bestehende Förderprogramm verlängern und von starren Antragsfristen befreien. Zudem müssen wir raus aus dem Dschungel der Bezahlmöglichkeiten und hin zu einheitlichen, transparenten Standards. Beim Gebäudeneubau brauchen wir eine Ladepunkte-Quote für Tiefgaragen. Darüber hinaus ist eine Nachrüstpflicht für große Kundenparkplätze und Tankstellen nötig, um auch den Bestand fit zu machen für die abgasfreie Mobilität.“