Statement vom 10.09.2020

Anton Hofreiter zum Export von hochgefährlichen Pestiziden

Zur Studie der Schweizer NGO „Public Eye“ zum Export hochgefährlicher Pestizide durch europäische Chemiekonzerne erklärt der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter:

„Wenn die EU bestimmte Pestizide verbietet, dann liegt das daran, dass diese Stoffe als hochgiftig und vor allem als gefährlich für Mensch und Natur eingestuft werden. Dass europäische Chemiekonzerne – darunter auch deutsche Firmen wie  Alzchem, Bayer und BASF – diese Einschätzung ignorieren und ihre zweifelhaften Produkte außerhalb der EU verkaufen, ist skrupellose Profitgier und entlarvt das eigene Gerede von Nachhaltigkeit der Unternehmen. Sie ziehen ihren Profit in Entwicklungs- und Schwellenländer aus laxen Pestizidbestimmungen auf Kosten der Menschen und der Umwelt.

Die Bundesregierung sollte sich ein Beispiel an Frankreich nehmen und endlich den Export von Pestiziden stoppen. Was in Deutschland und Europa zu gefährlich für Menschen und Umwelt ist, kann im Rest der Welt nicht harmlos sein. Deutschland muss sich zudem für strengere internationale Standards bei Pestizidzulassungen einsetzen. Wir brauchen gesetzliche Regelungen, um Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen auch in diesem Bereich zur Rechenschaft zu ziehen.“

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher