Statement vom 10.06.2018

Anton Hofreiter zum G7-Gipfel

Zum G7-Gipfel erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

"Seit Jahren kranken die G7-Gipfel und hinken den Konflikten und Rissen in den internationalen Beziehungen nur hinterher. Trump hat mit seiner destruktiven Trotzreaktion der G7 nun auch noch die Rolle als Ort der Minimallösungen genommen und den Gipfel krachend scheitern lassen. Dass die USA nicht einmal bei der Vermeidung der Plastikverschmutzung bereit sind, einen Millimeter an Verpflichtung einzugehen, ist unverschämt und zeigt, wie sehr Trump Kooperation nur als Schwäche deutet. Die enorme Lücke, die im internationalen System klafft müssen wir mit einem Handelsbündnis demokratischer Staaten füllen, bei dem der wirtschaftliche Austausch einhergeht mit Klimaschutz, Arbeitsstandards und Menschenrechten. Deutschland hat mit Frankreich einst das G6-Format ins Leben gerufen, die Bundesregierung muss jetzt den Mumm haben, dem Welthandel ein neues Standbein zu geben, mit dem die Globalisierung positiv gestaltet wird und darf das Feld nicht den neuen Autokraten überlassen. Wir brauchen ein FAIR-10 Bündnis mit denjenigen demokratischen Staaten, die zur Kooperation bereit und sich zum Pariser-Klimaabkommen bekennen. Die Bundeskanzlerin Merkel muss endlich einsehen, dass ihr Kurs, Trump einzufangen gegenüber einem egozentrischen US-Präsidenten keine Früchte tragen kann."