Statement vom 01.09.2020

Anton Hofreiter zum informellen Treffen der EU-Agrarminister

Zum informellen Treffen der EU-Agrarminister erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

„Gut, dass endlich auch Julia Klöckner erkannt hat, dass das EU-Mercosur-Abkommen gestoppt, der Regenwald geschützt und unsere regionale Landwirtschaft gestärkt werden muss. Doch scheinbare Erkenntnis bei der Bundeslandwirtschaftsministerin reicht nicht, wenn nur laue Worte folgen. Das hatten wir schon zu oft. Jetzt muss die Bundesregierung im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft dafür sorgen, dass das Abkommen nicht zum Abschluss kommt. Freihandelsabkommen müssen zwingend an den Erhalt der Wälder und ökologische Kriterien, die Einhaltung von Menschenrechten und die Erfüllung des Pariser Klimaabkommens geknüpft werden.

Dass Julia Klöckner Chancen zur Veränderung gern liegen lässt, zeigt sich an einer verpassten Kurskorrektur in der Agrarpolitik exemplarisch. Wer nicht endlich für eine grundlegende Agrarwende sorgt, treibt die Landwirte weiter in eine Sackgasse, verschärft das Artensterben und sorgt nicht dafür, dass die Konflikte befriedet werden. Wir brauchen ein echtes Zukunftspaket für die Bäuerinnen und Bauern, um ihnen eine lebenswerte Perspektive zu bieten. Gemeinwohlleistungen wie Umwelt- und Artenschutz müssen sich lohnen und die Landwirtschaft dabei zu einem Klima- und Artenschützer werden. Wenn die Milliardensubventionen nicht gerechter verteilt werden, drohen weitere Bauernpleiten.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher