Statement vom 06.08.2020

Anton Hofreiter zum möglichen Stellenabbau und der Aussicht auf betriebsbedingte Kündigungen bei der Lufthansa

Zum möglichen Stellenabbau und der Aussicht auf betriebsbedingte Kündigungen bei der Lufthansa erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:

„Die Bundesregierung hat bei ihrem Rettungspaket für die Lufthansa schlecht verhandelt und erhält dafür nun die Quittung. Einem staatlichen Mitteleinsatz von rund 9 Milliarden Euro stehen keinerlei Vorgaben bei den Themen Klima, Steuertransparenz und Beschäftigtenschutz gegenüber. Jetzt rächt es sich, dass die Bundesregierung viel gibt, aber wenig bis nichts dafür bekommt.

Wir fordern die Bundesregierung auf, eine aktivere Rolle bei der Rettung des Unternehmens einzunehmen und sich für einen sozial-ökologischen Umbau der Lufthansa einzusetzen. Die beiden durch den Bund zu besetzenden Posten im Aufsichtsrat müssen mit einem starken Mandat versehen werden. Denn grundsätzlich gilt: Wenn der Staat sich mit Milliarden am Unternehmen beteiligt, müssen betriebsbedingte Kündigungen für einen Übergangszeitraum ausgeschlossen werden. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass Teilzeitregelungen gestaffelt nach Einkommen vorgenommen werden.“