Statement vom 11.10.2018

Anton Hofreiter zum Welthunger-Index 2018

Zur Vorstellung des Welthunger-Index 2018 erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender:  

„Die Komplexität der Herausforderung darf keine Ausrede dafür sein, beim Kampf gegen diese tödliche Krise nachzulassen und den Hunger schulterzuckend hinzunehmen. Eine kritische Auseinandersetzung mit unserem bisherigen Umgang mit Afrika ist unausweichlich. Die Entwicklungspolitik wird der unvermeidliche Tropfen auf den heißen Stein bleiben, wenn Afrika weiter vor allem nur als Absatzmarkt für übersubventioniertes deutsches Dumpingfleisch, Milchpulver und Getreidereste dient. Solange Deutschland und die EU ihrer Verantwortung beim Klimaschutz nicht gerecht werden, tragen sie zur Verschärfung der Hungersnot bei. Durch ungerechte Wirtschaftsbeziehungen kann die afrikanische Wirtschaft nicht mithalten und werden Arbeitsplätze und Entwicklungschancen vor Ort zerstört. Wenn Deutschland und Europa die Bekämpfung von Hunger und Armut in Afrika ernsthaft anpacken wollen, dann darf Europas wirtschaftliche Übermacht nicht zum Nachteil Afrikas ausgespielt werden sondern braucht es endlich faire Handelsbeziehungen zu unserem Nachbarskontinent.“

 

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher