Statement vom 14.11.2018

Anton Hofreiter zur Kritik des Europäischen Rechnungshofes bezüglich mangelndem Tierschutz

Zur Kritik des Europäischen Rechnungshofes bezüglich mangelndem Tierschutz erklärt Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender

"Die Kritik des Rechnungshofes belegt erneut: Der Tierschutz kommt bei dieser Bundesregierung an hinterer Stelle. Bereits die Verlängerung der betäubungslosen Ferkelkastration und der Freifahrtschein für lange und leidvolle Tiertransporte haben gezeigt, wie kühl die Bundesregierung die Profitinteressen der Fleischindustrie über den Tierschutz stellt.

Auch bei der Agrarförderung spielt der Tierschutz in der deutschen Landwirtschaft keine Rolle. Obwohl jährlich über eine Milliarde Euro an EU-Mitteln für eine umwelt- und tierfreundlichere Landwirtschaft zur Verfügung stehen, nimmt die Bundesregierung davon lediglich 12 Millionen für den Tierschutz in die Hand und lässt selbst dieses Geld Betrieben zugutekommen, deren Tierschutzbilanz zweifelhaft ist.

Ganz in der Tradition ihrer Vorgänger lässt Landwirtschaftsministerin Klöckner die groben Missstände in der Landwirtschaft einfach laufen - obwohl uns alle paar Tage verstörende Videos von Tierleid erreichen und der klare Wunsch von Bürgerinnen und Verbrauchern nach mehr Tierschutz vorhanden ist. Damit Tiere endlich wie Lebewesen und nicht wie irgendeine Ware behandelt werden, brauchen wir einen nationalen Tierschutzplan, der auf bessere Tierschutzgesetze, eine gezielte Förderung von tierfreundlicherer Landwirtschaft und eine eindeutige, verpflichtende Tierhaltungskennzeichnung setzt."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher