Statement vom 10.06.2020

Anton Hofreiter zur nationalen Wasserstoff-Strategie

Zur durch die Bundesregierung vorgestellten nationalen Wasserstoff-Strategie erklärt der Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter:

„Mit über einem halben Jahr Verspätung legt die Bundesregierung nun endlich ihre Wasserstoffstrategie vor. Das ist überfällig, zu lange wurde die Branche in der Schwebe gelassen. Es kommt jetzt darauf an, dass die zahlreichen Prüfauftrage zum Beispiel für Quoten nun schnell umgesetzt werden. Nur so kann Deutschland Technologieführer in einer Zukunftsbranche werden.

Die Voraussetzung dafür bildet eine Ausbauoffensive für zusätzliche Erneuerbare Energien, denn nur grüner Wasserstoff ist klimafreundlich. Hier muss die Bundesregierung nachbessern und den Wunschträumen der fossilen Gasbranche eine Absage erteilen.

Außerdem muss klar sein, dass die Wasserstoffproduktion nicht zum Einfallstor für Kohlestrom wird. Grüner Wasserstoff ist daher nur dort sinnvoll, wo überschüssiger Strom aus Erneuerbaren Energien anfällt und es keine Nutzungskonkurrenzen gibt. Dafür braucht es eine intelligente Reduktion der Abgaben und Umlagen, damit Wasserstoff da und dort produziert wird, wo viel Erneuerbare Energie zur Verfügung steht. Erst dann kann die Wasserstoffwirtschaft einen Beitrag zu Klima- und Nachhaltigkeitszielen leisten."

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher