Statement vom 29.04.2021

Beate Müller-Gemmeke zu Arbeitsmarktzahlen im April

Anlässlich der heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für den Monat April 2021 erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

„Es ist ein Drama mit Ansage, dass so viele Menschen ein Jahr nach Beginn der Pandemie in die Langzeitarbeitslosigkeit rutschen. Diese Situation darf sich nicht weiter verfestigen, denn die fatalen Folgen von Langzeitarbeitslosigkeit sind bekannt. Die Bundesregierung hat es verschlafen, längst überfällige Reformen im SGB II umzusetzen. Es geht um Reformen, die jetzt helfen, arbeitslose Menschen nachhaltiger und individueller zu unterstützen.

Notwendig sind hochwertige Qualifizierungsangebote, die einen echten Mehrwert versprechen und gleichzeitig zu den Menschen passen. Erwerbslose im SGB II erhalten viel zu selten berufliche Weiterbildungen, aber viel zu oft nutzlose Maßnahmen von der Stange. Genau das wollen wir ändern, denn langzeitarbeitslose Menschen brauchen echte Chancen und Perspektiven. Außerdem muss der Soziale Arbeitsmarkt ausgebaut und zu einem dauerhaften Instrument werden, damit für Menschen mit bereits sehr langen Zeiten von Arbeitslosigkeit tatsächlich soziale Teilhabe ermöglicht wird. Für die gesamte Arbeitsförderung muss gelten: Mehr Individualität, weniger formale Hürden.“

 

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat