Statement vom 02.06.2021

Beate Müller-Gemmeke zur Forderung nach einem Auslaufen der Homeoffice-Angebotspflicht

Zur Forderung der Arbeitgeberverbände nach einem Auslaufen der Homeoffice-Angebotspflicht erklärt Beate Müller Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

„Die erfolgreiche Bekämpfung der Corona-Pandemie darf nicht mit einem verfrühten Auslaufen der Homeoffice-Regelungen und der Testpflicht gefährdet werden. Es geht jetzt darum, das gesellschaftliche Leben behutsam zu öffnen. Dieser Prozess sollte weiterhin durch Homeoffice und die Testpflicht flankiert werden.

Für die Zeit nach der Pandemie muss Homeoffice viel stärker als Chance denn als Bedrohung begriffen werden. Viele Beschäftigte haben die Vorteile des mobilen Arbeitens zu schätzen gelernt und wollen das weiterhin nutzen. Deswegen wollen wir aus der Pflicht ein Recht auf Homeoffice machen. Dafür braucht es ein Gesetz, das den Rechtsanspruch auf Homeoffice und mobiles Arbeiten regelt, die Hürden dafür abbaut und gleichzeitig vor Entgrenzung schützt. Die Chance für ein solches Gesetz hat die Bundesregierung verpasst.“

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat