Statement vom 03.03.2021

Beate Müller-Gemmeke zur Verlängerung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Zur Verlängerung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung und zur Studie des ifo-Instituts, der zufolge das Homeoffice-Potenzial in Deutschland noch nicht ausgeschöpft ist, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik:

„Inzwischen stecken wir mitten in einer dritten Welle der Corona-Pandemie. Da ist es nicht nachvollziehbar, dass die Bundesregierung in letzter Minute die Homeoffice-Arbeitsschutzverordnung nur bis zum 30. April verlängert. Wenn die Unternehmen tröpfchenweise immer wieder neu verpflichtet werden, ihren Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen, dann schafft das keine Planungssicherheit und auch keine Verlässlichkeit. Dabei wäre eine deutlich länger geltende Verordnung auch ein starker Anreiz für die Unternehmen, die bisher noch kein Homeoffice ermöglichen, endlich in diese digitale Möglichkeit zu investieren. Denn bisher, das zeigt eine aktuelle ifo-Studie, ist das Homeoffice-Potential in Deutschland längst nicht ausgeschöpft. Gerade wenn jetzt Schulen und Friseure wieder öffnen, braucht es umso dringender an anderer Stelle gute Maßnahmen. Homeoffice ist einfacher und effizienter Infektionsschutz. Solange wir mit immer wieder steigenden Infektionszahlen kämpfen, muss Homeoffice deshalb eine Selbstverständlichkeit sein.“

 

 

Foto von Beate Müller-Gemmeke MdB
Beate Müller-Gemmeke
Sprecherin für ArbeitnehmerInnenrechte und aktive Arbeitsmarktpolitik Koordinatorin Gewerkschafts- und Sozialbeirat