Statement vom 09.11.2018

Beate Walter-Rosenheimer zur Ankündigung einer Mindestausbildungsvergütung

Zur Ankündigung einer Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende durch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Aus- und Weiterbildung:  

"Seit über drei Jahren tüftelt das Bildungsministerium am Mindestlohn für Azubis und herausgekommen ist eine wirkungslose Minimallösung, die niemandem wehtut, aber kaum jemandem hilft - außer einigen Betrieben in Ostdeutschland, deren tarifliche Vergütung so unattraktiv ist, dass sich junge Menschen für andere Berufe oder Regionen entscheiden. Gerade weil Azubis im Betrieb Leistungen erbringen, können sie nicht mit Schülerinnen und Schülern verglichen werden, die durch das BAföG beim Lernen unterstützt werden. In den Sozialberufen, wo der Azubi-Mangel am größten ist, bleibt die Luftnummer der Bildungsministerin ohnehin wirkungslos. Sie bekommen keinen einzigen Euro mehr, weil schulische Ausbildungen ganz außen vor bleiben. Gleichwertigkeit und Fachkräftesicherung sind mit Ausbildungsvergütungen im Taschengeldbereich und ein paar Umbenennungen bei den Abschlüssen nicht zu machen. Junge Menschen brauchen eine Ausbildungsgarantie, faire Vergütungen und sichere Aufstiegsperspektiven. Dazu fällt dem Bildungsministerium auch nach Jahren des Nachdenkens offenbar wenig ein."

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