Statement vom 26.07.2018

Bettina Hoffmann zu UBA-Zahlen zum Verpackungsmüll

Zu den aktuellen Zahlen des Umweltbundesamtes zu Verpackungsmüll in Deutschland erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

„Der hohe Verpackungsanteil in Deutschland ist alarmierend. Die Bundesregierung muss dringend das Thema angehen und den Trend umkehren. Dafür fordern wir ein quantifizierbares, verbindliches und auf ein Datum festgelegtes Vermeidungsziel für Verpackungsabfall. Darüber hinaus braucht es eine Regulierung der Industrie, damit diese zum Beispiel vermehrt auf materialsparende Nachfüllbeutel setzt, anstatt auf massive Kunststoffflaschen und auf unsinnige Doppelt- und Dreifachverpackungen verzichtet. Auch überdimensionierte Schummel-Verpackungen, in denen Verbraucherinnen und Verbraucher viel Luft und wenig Inhalt angedreht wird, gehören abgeschafft. Die steigenden Mengen Verpackungsmüll werden zu einem nicht unwesentlichen Teil durch den Trend zu immer mehr „To-Go“ verursacht. Viele Menschen setzen deshalb schon jetzt bewusst darauf, auch unterwegs ihren Mehrweg-Kaffeebecher auffüllen zu lassen oder sich an der Frischetheke die Waren direkt in die eigene Dose füllen zu lassen. Die Bundesregierung muss Kommunen und Handel dabei unterstützen, praktikable und rechtssichere Lösungen zu finden, ohne dass die Hygiene leidet.“

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