Statement vom 17.08.2021

Cem Özdemir zum Autogipfel im Kanzleramt

Zum morgigen Autogipfel im Kanzleramt erklärt Cem Özdemir, Mitglied des Bundestages:

„Die Zukunft der Autoindustrie wird nicht auf Merkels routinemäßig wiederkehrenden Autogipfeln, sondern draußen vor den Türen des Kanzleramts vorangetrieben. Die EU-Kommission plant den Ausstieg aus neuen Verbrennern, immer mehr unserer Autohersteller und jetzt auch US-Präsident Biden setzen voll auf die Elektromobilität. Nur bei Merkel, Scheuer und Altmaier sucht man verzweifelt einen Weg, um den Verbrenner doch noch irgendwie am Leben zu halten.

Dem Autogipfel droht auf den letzten Metern eine Blockade, wenn immer mehr fortschrittswillige Unternehmen auf Zukunftsverweigerer in Autoverband und Bundesregierung treffen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn sich die Phalanx aus VDA und Bundesregierung nicht in altbekannter Manier gegen die Vorschläge der EU-Kommission stellen würde, sondern dafür sorgt, dass eine grüne Kanzlerin die Verhandlungen in Brüssel zum Erfolg führen kann.

Der Autogipfel ist die letzte Chance der aktuellen Regierung, jetzt doch noch ein Signal Richtung Zukunft, Klimaschutz und Fortschritt zu senden. Der Verbrenner hat ein Enddatum, die Zukunft des PKW ist elektrisch, digital und zunehmend autonom. Wir Grüne strecken die Hand aus und wollen die progressiven Kräfte in den Unternehmen, bei den Zulieferern und den Gewerkschaften unterstützen. Jeder, der auf emissionsfreie Antriebe umsatteln will, wird von uns auf diesem Weg unterstützt. Wir wollen die Transformation unserer Automobilwirtschaft zum Erfolg machen für den Standort, die Menschen und das Klima.“