Statement vom 24.11.2020

Cem Özdemir zur Batteriezellfertigung in Deutschland

Zur Konferenz zur Batteriezellfertigung erklärt Cem Özdemir MdB:

„Bis zu 40 Prozent der Wertschöpfung bei einem E-Auto entfallen auf die Batterie. Darauf können wir in Deutschland und Europa nicht einfach verzichten. Jetzt müssen sich endlich die Baukräne drehen, damit die Zellfertigung starten kann. Wirtschaftsminister Altmaier muss nun alles daran setzen, dass auch das nächste Batteriekonsortium noch in diesem Jahr von der EU-Kommission genehmigt werden kann.

Wir brauchen die Batteriezellproduktion aber nicht nur aus ökonomischen Gründen. Wir brauchen sie auch, um bei den Akkus höchste Ökostandards und gute Recyclingfähigkeit zu gewährleisten. Obwohl der Staat viele Fördermilliarden für die Akkuproduktion auf den Weg bringt, bleibt das Bekenntnis bei so manchen Autobauern leider äußerst schmallippig.

Die Bundesregierung ist aber mitverantwortlich dafür, dass wir in Sachen Batterie in Deutschland nicht wirklich vom Fleck kommen. Ein Verkehrsminister, der am liebsten so tut, als würde der fossile Verbrenner auch in fünfzig Jahren noch fahren, gibt keinerlei Orientierung und Planungssicherheit. Staat und Wirtschaft müssen dieses riesige Projekt gemeinsam stemmen und damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung hierzulande sichern. Wir Grüne wünschen uns, dass wir uns in der Politik nicht nächste Woche schon wieder darüber unterhalten, ob die E-Mobilität nun wirklich kommt. Sie kommt, ist gut fürs Klima und muss das auch für unsere Arbeitsplätze werden.“

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher