Statement vom 03.08.2020

Chris Kühn zu den trotz Corona-Krise weiter steigende Mieten

Zur heutigen Veröffentlichung einer Analyse des Hamburger GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung und des Portals Immobilienscout24, der zufolge die Mieten und Immobilienpreise in Deutschland trotz und während der Corona-Pandemie weiter gestiegen sind, erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Die Corona-Pandemie hat einschneidende Folgen für die Lebensumstände und Gesundheit der Menschen in Deutschland sowie auch für unser Wirtschaften und Arbeiten. Doch selbst Corona vermag die Mietenexplosion in diesem Land nicht zu stoppen. Mieten und Immobilienpreise kennen auch in der Krise nur eine Richtung – nach oben. Das belegt die vorliegende Analyse klar.

In der Corona-Krise droht sich so die soziale Schere in unserem Land noch stärker zu spreizen. Wer von Insolvenz, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen ist, kann nur weiter schutzlos den galoppierenden Mieten zuschauen. Das gefährdet auch den sozialen Frieden im Land. Niemand kann außerdem gerade mit Sicherheit sagen, welche Auswirkungen eine mögliche zweite Welle im Herbst auf das Einkommen und Wirtschaftsleben in Deutschland hat.

Es war leichtsinnig und kurzsichtig, das die Bundesregierung den Pandemie-bedingten Kündigungsschutz nicht wenigstens bis Ende September verlängert hat. Diesen hätte sie sogar ohne Beteiligung des Bundestages im Juli mit einfacher Verordnung in Kraft lassen können. Gegen das gefährliche Ausmaß der Mietpreissteigerungen brauchen wir aber endlich auch eine scharfe und funktionierende Mietpreisbremse ohne Ausnahmen und robuste Mietobergrenzen.“

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