Statement vom 16.09.2020

Chris Kühn zu Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu teurem Bauland in Deutschland

Zu den neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, denen zufolge Bauland in Deutschland noch nie so teuer war wie im vergangenen Jahr 2019 erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Die Spekulation und die Preise beim Bauland haben in Deutschland enorme Ausmaße angenommen. Die Preisspirale kennt nur die Richtung nach oben. Sie muss endlich durchbrochen werden.

Das Recht auf Wohnen gerät immer weiter unter Druck, denn auch die Mieten und Immobilienpreise explodieren auch in der Corona-Krise weiter. Die Menschen im Land müssen die verfehlte Wohnungs- und Bodenpolitik der Bundessregierung ausbaden – egal ob sie zur Miete wohnen oder eigenes Wohneigentum bilden wollen.

Die Zahlen untermauern die Dringlichkeit einer umfassenden und tiefgreifenden Baugesetzbuch-Novelle. Diese Novelle muss jetzt schnell kommen und darf nicht im Koalitions-Hick-Hack aufgehalten werden. Insbesondere müssen in den Städten und Gemeinden Baugebote ausgesprochen werden können und das Vorkaufsrecht gestärkt und ausgeweitet werden. Kommunen müssen die Möglichkeit bekommen, Bauland zum Verkehrswert zu erwerben, um so das Gemeinwohl zu stärken. Es braucht jetzt scharfe Schwerter gegen Bodenspekulation, damit vor Ort wieder eine soziale und gestaltende Wohnungspolitik möglich ist. Der Markt wird das Problem nicht regeln.“

 

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