Statement vom 25.10.2018

Chris Kühn zum Gutachten "Wohnverhältnisse in Deutschland - Mietbelastung, soziale Ungerechtigkeit und Armut" des Sozialverbandes Deutschland

Zum Gutachten "Wohnverhältnisse in Deutschland - Mietbelastung, soziale Ungerechtigkeit und Armut" des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) erklärt Chris Kühn, Sprecher für Wohnungspolitik:

„Es ist beschämend, dass die Miete in Deutschland zu einem Armutsrisiko geworden ist. Die Bundesregierung lässt Betroffene im Regen stehen. Steigende Mieten führen zu steigender Armut. Auch wenn die Bundesregierung immer wieder beteuert, sie würde die steigenden Mieten bremsen, spricht die Realität eine ganz andere Sprache: das Wohngeld wird nicht erhöht und beim sozialen Wohnungsbau gehen jedes Jahr zehntausende Wohnungen verloren. Die Ausnahmen bei der Mietpreisbremse führen zu einer steigenden verdeckten Armut vor allem bei Familien, Älteren und Frauen. Wir brauchen endlich Taten statt Worten: eine konsequente Mietpreisbremse, deutlich weniger Mieterhöhungsmöglichkeiten im Bestand, massive Ausweitung des sozialen und gemeinnützigen Wohnungsbaus und eine Verdoppelung des Wohngeldes. Der sozialpolitische Skandal ist das Nichtstun und die Ignoranz der Bundesregierung angesichts des steigenden Armutsrisikos.“

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