Statement vom 19.05.2021

Chris Kühn zum „Wohnatlas“

Zu den aktuellen Wohnungspreisdaten des „Wohnatlas“ erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Das Wohnen in Deutschland gerät immer mehr unter Druck. Ungerührt von der Corona-Pandemie steigen die Mieten und vor allem die Immobilienpreise in unseren Großstädten immer stärker. Wohneigentum ist für Normalverdiener:innen nahezu unerschwinglich geworden.

Es braucht jetzt endlich einen Aufbruch für mehr bezahlbares Wohnen im Land. Der massive Schwund an Sozialwohnungen muss endlich gestoppt werden. Und wir brauchen mit der grünen Initiative für eine Neue Wohnungsgemeinnützigkeit jetzt einen Impuls für bezahlbares und gemeinnütziges Wohnen. Am Gemeinwohl orientierte Investor:innen erhalten mit dem Programm einen Investitionszuschuss bis zu 20 Prozent für jede neue dauerhaft günstige Wohnung sowie für Modernisierungen und Ankäufe. Im Gegenzug vermieten sie die geförderten Wohnungen an Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen – und zwar auf Dauer unterhalb der ortsüblichen Miete.

Menschen, die Wohneigentum erwerben wollen, sollten mit Einführung eines Bestellerprinzips bei den Maklergebühren von den hierzulande sehr hohen Erwerbskosten entlastet werden. Unsere Kommunen müssen zudem die Möglichkeit haben, mit umfassenden Vorkaufsrechten und Baugeboten Grundstücke zu bezahlbaren Preisen zu erwerben. Hier haben Union und SPD gerade mit ihrer mangelhaften Baugesetzbuch-Novelle zu viele Möglichkeiten für mehr und günstigen Wohnraum fahrlässig liegen lassen.“