Statement vom 22.01.2021

Chris Kühn zur Auszahlungsbilanz des Baukindergeldes durch die Kreditanstalt für Wideraufbau

Zur Auszahlungsbilanz des Baukindergeldes durch die Kreditanstalt für Wideraufbau erklärt Chris Kühn, Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik:

„Das Baukindergeld ist teuer für die Allgemeinheit und wirkungslos in der Wohnungskrise. Es ist das mit Abstand schlechteste bau- und wohnungspolitische Instrument der Großen Koalition. Das Baukindergeld reizt in Wahrheit so gut wie gar keinen Neubau, dafür jedoch jede Menge Mitnahmeeffekte an. Das kann man den bauwilligen Familien nicht vorwerfen, die sich verständlicherweise über den satten Zuschuss zu ihrem Vorhaben freuen. Das Problem ist nicht das Agieren der Antragsteller, sondern das Agieren der Bundesregierung.

Die Milliarden für das untaugliche Instrument Baukindergeld fehlen dem Sozialen Wohnungsbau in Deutschland bitter. Es ist ein absolutes Missverhältnis, dass unter dieser Bundesregierung mit 6,5 Milliarden Euro deutlich mehr Geld ins Baukindergeld als in den gesamten Sozialen Wohnungsbau geflossen ist. Das Recht auf Wohnen ist vor allem bei der Union einfach schlecht aufgehoben.“